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Wiederaufnahme der öffentlichen Gottesdienste am 10. Mai

Wiederaufnahme der öffentlichen Gottesdienste am 10. Mai
Wiederaufnahme der öffentlichen Gottesdienste am 10. Mai

Ab dem 3. Mai können im Bistum Limburg wieder öffentliche Gottesdienste gefeiert werden - jedoch nur unter besonderen Auflagen. Da diese Auflagen für uns bis 3. Mai nicht erfüllbar erschienen, sind Pastoralteam und der Vorstand des PGR darüber eingekommen, dass erst am Sonntag, den 10. Mai 2020 wieder öffentliche Gottesdienste in unserer Pfarrei stattfinden.

Aufgrund der Auflagen (siehe dazu den weiteren Artikel) erachten wir es - wie auch unsere "Nachbarn" in Limburg und Frickhofen - für sinnvoll, zunächst einmal mit einer Testphase zu beginnen.

Daher gilt am Sonntag, 10. Mai und am Sonntag, den 17. Mai nicht die gewöhnliche Sonntagsordnung. Die Werktagsordnung gilt ab 11. Mai wie gewohnt, mit Ausnahme der Gottesdienste und Andachten an der Wallfahrtskapelle Beselich. Hier wird noch eine Lösung gesucht. Dasselbe gilt für das Seniorenzentrum in Obertiefenbach.

Am Sonntag, den 10. Mai finden folgende Gottesdienste jeweils um 10:45 Uhr statt: Hadamar, Obertiefenbach, Oberweyer, Oberzeuzheim, Steinbach.

Am Sonntag, den 17. Mai finden folgende Gottesdienste ebenfalls um jeweils 10:45 Uhr statt: Ahlbach, Hadamar, Niederhadamar, Niedertiefenbach, Niederzeuzheim.

  1. Der Zugang zu den Kirchen ist beschränkt. Wie viele hineindürfen, hängt von der Größe der Kirche ab. Es müssen Sitzplätze markiert werden, die in einem Abstand von 1,50 m von einander entfernt liegen. Dies wird zu Beginn der kommenden Woche unternommen werden, dann kennen wir die genauen Zahlen und werden sie hier einstellen.
  2. Um zu vermeiden, dass jemand an der Kirchentür abgewiesen werden muss, ist eine Voranmeldung zu den Sonntagsgottesdiensten im Pfarrbüro Hadamar (Tel. 06433 / 93050) möglich. Wichtig: Bitte nicht vor dem Mi, 5. Mai anmelden. Die zulässige Zahl der Plätze pro Kirche muss noch ermittelt werden.
    Es ist aber auch möglich, ohne Anmeldung zu den Gottesdiensten zu kommen: solange die maximal zulässige Zahl der Gottesdienstbesucher noch nicht überschritten ist, wird man eingelassen. In diesem Fall muss man sich in die Anwesenheitsliste eintragen lassen.
  3. Das Führen einer Anwesenheitsliste geschieht aus Infektionsschutzgründen: Im Fall des Falles muss das Gesundheitsamt bei einem Infizierten die Zahl der Kontakte zurückverfolgen können. Die Listen werden verschlossen und nach 21 Tagen vernichtet. Die Ordner, die die Listen führen, müssen eine Datenschutzerklärung unterzeichnen. (Anm.: In einer früheren Version hieß es, die Listen würden nach 14 Tagen vernichtet. Dies bezog sich auf eine nicht mehr gültige Vorabversion der Bstimmungen.)
  4. Bis zum Einnehmen des Platzes und bei Verlassen der Kirche muss ein Mundschutz getragen werden. Dieser muss selbst mitgebracht werden.
  5. Am Kircheneingang gibt es eine Möglichkeit zur Desinfektion der Hände. Hierfür stehen entsprechende Spender bereit.
  6. Auf Gemeindegesang muss bis auf weiteres leider verzichtet werden. Dies ist sicherlich eine bedeutende Einschränkung. Sie hat ihre Ursache in der ungeklärten Frage, welches Infektionsrisiko lautes Sprechen und Singen verursacht.
  7. Die Kollekte wird erst beim Verlassen der Kirche eingesammelt.
  8. Der Händedruck beim Friedensgruß entfällt.

Wer sich zum Gottesdienst anmelden will, meldet sich hierfür telefonisch im Pfarrbüro Hadamar. Das Büro ist für gewöhnlich Mo, Di, Do, Fr von 9 bis 11 Uhr und Di, Mi, Do von 14 bis 16 Uhr erreichbar. Die Telefonnummer ist 06433 93050.

Die Anmeldung sollte bis Freitagnachmittag erfolgt sein.

Für die Werktagsgottesdienste können Sie sich auch anmelden, aufgrund der wesentlich niedrigeren Zahl erscheint es jedoch wahrscheinlich, dass in Werktagsgottesdiensten immer Platz ist. Daher kann man sich auch erst an der Kirchentür anmelden.

Ja. Eine Anmeldung, sprich ein Eintrag in die Anwesenheitsliste kann auch direkt an der Kirchentür erfolgen. Sollte aber zum Zeitpunkt des Eintreffens die Anwesenheitsliste bereits voll sein, darf niemand mehr eingelassen werden. Insofern bleibt es ein Stück weit Ihnen überlassen, was für Sie passender ist: Sich für einen sicheren Platz telefonisch voranmelden oder einfach auf gut Glück zu kommen.

Niemand weiß im Augenblick, wie dieses System angenommen werden wird. Je nach dem könnte es gut sein, dass die Zahl der Sitzplätze immer oder zumindest in der Regel für alle Kommenden ausreicht.

Nach den Bestimmungen des Bistums Limburg muss auf Gemeindegesang im Augenblick verzichtet werden. Dies ist sicherlich für sehr viele eine wesentliche Einschränkung, macht doch das Singen einen Gutteil des Erlebens und Mitfeierns bei einem Gottesdienst aus. Nicht umsonst schreibt der Hl. Augustinus schon vor 1600 Jahren: Wer singt, betet zweifach.

Aufgrund der ungeklärten Frage, welches Infektionsrisiko von lautem Singen ausgeht, muss es aber nun erst einmal unterbleiben.

Das heißt ja nicht, dass es keine musikalische Gestaltung gibt.

Die Organisten werden planmäßig zu allen Gottesdiensten eingeteilt. Ferner wird vorgeschlagen, dass an jedem Ort Überlegungen angestellt werden, wie eine solistische musikalische Gestaltung aussehen kann: Das können Solosänger sein, Bläser (keine ganzen Orchester, aber z.B. zwei Trompeten o.ä.), Gitarren, Keyboard usw.

Es wird noch einige Zeit dauern, bis wieder so gefeiert werden kann, wie wir es vorher kannten. Bis dahin machen wir es uns so schön, wie es nur irgendwie möglich ist.

  1. Bis auf weiteres besteht keine Sonntagspflicht. Wem bei dem Besuch des Sonntagsgottesdienstes unter den gegenwärtigen Umständen nicht wohl ist, der darf mit gutem Recht zuhause bleiben.
  2. Überlegen Sie, ob Sie sich anmelden wollen oder einfach auf gut Glück kommen. Entscheiden Sie nach dem Kriterium, mit dem Sie am besen leben können.
  3. Nehmen Sie eine Schutzmaske mit.
  4. Denken Sie an Ihr Gotteslob. Auch wenn nicht gesungen wird - aus dem Gotteslob kann man auch beten!
  5. Gehen Sie früher los als sonst. Der Einlass dauert länger und es muss sich erst alles einspielen.
  6. Es besteht weder eine rechtliche noch eine moralische Pflicht zum Kommunionempfang. Der Kommunionempfang soll in Freude geschehen und nicht von Ängsten begleitet werden. Das Risiko wird zwar für vertretbar gehalten, aber wenn Sie sich nicht sicher sind, dann sind Sie nicht verpflichtet, zur Kommunion zu gehen.
  7. Besonders für alle, die einen Dienst in den Gottesdiensten übernehmen, also Messdiener, Lektoren, Kommunionhelfer etc gilt: Niemand ist gezwungen, in diesen Zeiten gegen sein Bauchgefühl den Dienst zu tun. Wir freuen uns alle, wenn Sie/Ihr wiederkommt, wenn wieder Normalität herrscht.

Wenn man sich die Regeln anschaut, dann ist klar, dass es einige Fragen dazu gibt. Es gibt im Prinzip drei Richtungen:

  1. Einige meinen, es sei nun noch zu früh für öffentliche Gottesdienste. Das Infektionsrisiko sei nach wie vor hoch.
  2. Andere meinen, dass Gottesdienste schön wären, aber nicht unter diesen Umständen.
  3. Schließlich gibt es jene, die alle oder viele Maßnahmen für übertrieben halten.

Als Gemeinde dürfen und können wir es aushalten, dass es alle drei Meinungen in unseren Reihen gibt. Daraus eine Spaltung entstehen zu lassen, lohnt nicht. Es gilt, eine gemeinsame Rücksichtnahme auf die Sorgen und Ängste der anderen zu entwickeln.

Die Frage, wie dienlich Gottesdienste unter diesen Umständen sind, wird auch in einer breiteren Öffentlichkeit diskutiert. Vor dem Hintergrund, dass unter Umständen aber noch monatelang keine wesentliche Änderung der Lage eintritt und die Politik, beraten von den entsprechenden Experten, die Öffnung und Wiederzulassung von Gottesdiensten für vertretbar hält, haben wir uns so entschieden. Jedem, der dies anders sieht, kann man dennoch mit Respekt begegnen, es gibt für alles gute Gründe.

Was die Bedingungen angeht, so werden sie uns sicher einiges an Eingewöhnungszeit abverlangen. Dann aber darf man sie auch als eine Chance sehen, die Feier der Eucharistie unter Pandemie-Bedingungen zu gestalten, so dass man mit dem Gefühl aus dem Gottesdienst gehen kann: "Nicht dasselbe wie zu normalen Zeiten, aber trotzdem irgendwie schön." Das wünschen wir allen.

 

Niemand hat mit den vorliegenden Bedingungen Erfahrung. Es gibt auch keine repräsentativen Umfragen zur Akzeptanz solcher Regeln. Daher die Bitte: Kommen wir miteinander ins Gespräch. Melden Sie Sorgen. Melden Sie Verbesserungsideen!

Die Sonntage 10. Mai und 17. Mai gelten als Testphase. Die Werktagsgottesdienste finden ab 11. Mai so statt, wie sie im Pfarrbrief stehen (mit Ausnahme der Gottesdienste an der Wallfahrtskapelle Beselich und im Seniorenzentrum Obertiefenbach). Was nach dem 17. Mai ist, wird über die entsprechenden Kanäle noch bekannt geben: Internet, Aushang, Zeitung.