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Gott bei Euch!

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Gott bei Euch!

Die ökumenische Gebetsaktion „Gott bei euch“ bringt jeden Abend im Advent Menschen zusammen, in einer großen Gebetsgemeinschaft. Wenn sie sich abends um 19.30 Uhr treffen, dann steht eine Gebetskerze im Fenster und signalisiert, hier sind Menschen beisammen, nicht physisch, aber doch in enger Herzensgegenwart.

 

Gott ist bei uns, er will bei uns sein! Als ein liebender Gott drängt es ihn wie alle Liebenden zu anderen, zu uns Menschen. Diese Gemeinschaft mit Gott und auch untereinander wird in diesen Tagen selten. Doch die ökumenische Gebetsanregung von unserem Bischof Georg Bätzing, dem Bischof von Mainz, Peter Kohlgraf und dem Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau Volker Jung will Gemeinschaft im Gebet erzeugen. Wir sind aufgerufen, jeden Abend im Advent um 19:30 Uhr eine Gebetskerze in ein Fenster unseres Hauses oder unserer Wohnung zu stellen und ein gemeinsames Gebet zu sprechen. So entsteht eine ökumenische Gebetsgemeinschaft, die von Bingen bis nach Alsfeld und von Neckar-Steinach bis nach Biedenkopf reicht.

 

Ab dem 2. Adventssonntag stehen in allen Kirchen unserer Pfarrei die Gebetskerzen und das dazugehörige Faltblatt zum Mitnehmen bereit. Wir freuen uns, wenn reger Gebrauch davon gemacht wird. Fühlen Sie sich mit uns verbunden, jeden Abend um 19:30 Uhr im gemeinsamen Gebet.

 

Sie können das Gebetsblatt auch hier direkt downloaden:

https://bistumlimburg.de/fileadmin/redaktion/Portal/Meldungen/2020/Gebet_und_Licht/A4_Gebet_Gott_bei_euch_2020_lesevariante.pdf

 

Geistliche Gedanken zum Thema: „Lass Dich von Gott trösten!“ stehen hier für Sie zur Verfügung:

Lass Dich von Gott trösten!

Gedanken zur ersten Lesung am 2. Adventssonntag

Jesaja, 40, 1-5.9-11

Liebe Schwestern und Brüder,

das Volk Israel war zurzeit, in der unsere erste Lesung verfasst wurde, in einer bedrängten Lage. Die Babylonier waren ins Land eingefallen und hatten viele Israeliten verschleppt und zum Sklavendienst gezwungen. Die, die im Land Israel zurückgeblieben sind, waren ohne eine Staatsregierung. Es herrschte Regierungs- und Ordnungslosigkeit. Der Tempel, der Inbegriff des Staates, war zerstört. Lange war keiner mehr im Land aufgetreten, um das Wort Gottes an die Israeliten zu richten. In diese Situation hinein spricht der Prophet Jesaja: „Tröste dich, mein Volk, spricht dein Gott.“

Auch wir sind in einer bedrängten Lage. Zwar funktioniert unser Staatswesen gut, wie ich meine und viele der wirtschaftlichen Bedrängnisse werden so gut es geht gemildert, aber es herrscht große emotionale Not. Die Beratungsstellen unserer Caritas und der Diakonie wie auch die Telefonseelsorgerinnen und -seelsorger berichten davon. Viele Menschen sind einsam und werden es zunehmend. Viele fürchten sich an Corona zu erkranken. Es will sich keine rechte adventliche Stimmung bei vielen einstellen und der Blick auf das Weihnachtsfest muntert häufig nicht auf. Auch da machen in vielen Familien die Corona-Beschränkungen oder die Angst vor der Krankheit einen Strich durch die Rechnung. Können wir da das Wort des Propheten für uns annehmen: Tröste dich, mein Volk, spricht dein Gott“?

Kann uns Gott trösten, kann uns unser Glaube trösten, kann uns unsere Kirche trösten?

Ich meine ja. Gottes Trost erwächst aus der Beziehung mit ihm. Jeder von uns ist eingeladen in dieser Beziehung zu leben, im Gottesdienst an Sonn- und Werktagen, im Lesen in der Bibel zuhause oder im Bibelkreis und im persönlichen Gespräch mit Gott – im Gebet. In dieser Beziehung macht sich dann ein Weg auf, von dem der Prophet Jesaja spricht: „Bahnt für den Herrn einen Weg!“ Als Christen sind wir seit unserer Taufe auf diesem Weg – mal mehr oder mal weniger schnell unterwegs. Manchmal sitzen wir am Wegesrand und gehen einfach nicht weiter. Die Adventszeit ruft uns auf: steh auf und geh! Nimm das Gespräch mit Gott wieder auf, hier und jetzt!

Unser Bischof gibt uns in der Adventszeit zusammen mit seinem Amtsbruder aus Mainz und dem Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirchen in Hessen und Nassau eine Gebetsanregung mit auf den Weg. „Gebet und Licht“ – beten kann Trost vermitteln, beten schafft Gemeinschaft. Jeden Abend um 19.30 Uhr sind wir zum gemeinsamen Gebet eingeladen. In Ihrer Kirche finden Sie ein Faltblatt und eine Kerze. Nehmen Sie sie mit nach Hause und wenn Sie mögen, dann stellen Sie sie in Ihr Fenster und wir begegnen wir uns gleich heute Abend und an jedem Abend in der Adventszeit um 19.30 Uhr beim gemeinsamen Gebet.

Werner Thomas , Diakon

Hadamar, 06.12.2020

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