Katholische Pfarrgemeinde

St. Johannes Nepomuk

in Hadamar


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Kirchen und Kapellen in der Pfarrgemeinde

St. Johannes Nepomuk

Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk
Im Jahr 1755 wurde die Johannes-Nepomuk-Kirche eingeweiht. Das kann man einer Inschrift entnehmen, die hinter der Orgel verborgen ist. Der reiche Kanoniker Felix von Hungrighausen hatte den Jesuiten, die ein Jahrhundert vorher von Fürst Johann Ludwig von Nassau Hadamar ins Land geholt worden waren. Er hatte ihnen die heute noch bestehende Klosteranlage erbaut, allerdings mit einem bescheidenen Kirchenbau, der durch den Neubau ersetzt wurde. Der Jesuitenbruder Franz Pfisterer aus Tirol übernahm die Bauleitung. Es entstand eine rechteckige Saalkirche. Der einzige Fassadenschmuck war das Jesuitenmonogramm. Es wurde später über dem Seitenflügel des Klostergebäudes angebracht, als der Kirche um 1900 ein Glockenturm aufgesetzt wurde. Damals wurde auch die Stirnwand durchbrochen, ein neugotischer Chorraum angebaut und der barocke Hochaltar in die Tiefe des Chors gerückt. weiter...

Pietá-Kapelle In der Pieta-Kapelle,
der ehemaligen Sakristei, hat ein besonders eindrucksvolles Werk des Hadamarer Barock, seinen Platz gefunden, das Bildnis der Schmerzensmutter ist dem Bildhauer Johann Theodor Thüringer zuzuschreiben. Es zeigt die wieder freigelegte farbige Originalfassung aus der Entstehungszeit. In ähnlichen Farben hat man sich auch die Figuren der Altäre in der Pfarrkirche vorzustellen. Der moderne Kreuzweg wurde in den achtziger Jahren von Beate Heinen geschaffen.
Ägidienkirche Die Ägidienkirche
Schon vor 1190 befand sich auf dem Berg, auf dem heute die psychiatrische Klinik steht, eine kleine Kirche. Der Patron war der heilige Ägidius, einer der vierzehn Nothelfer, der im 8. Jahrhundert gelebt hat. Ein Priester versah den Gottesdienst. Anfangs unterstand die Kirche dem Pfarrer von Niederzeuzheim. Doch schon vor 1275 wurde sie zur selbstständigen Pfarrkirche ausgebaut. Sie blieb es bis 1637. Damals ließ Fürst Johann Ludwig auf dem Mönchsberg ein Franziskanerkloster errichten. Fortan war sie Klosterkirche. Von der ursprünglichen Gestalt der Kirche ist nur die Außenansicht erhalten. Durch verschiedene Umbauten und Einbauten ist im Inneren nur noch der vordere und obere Teil als Kirche erhalten. Sie dient heute in der Trägerschaft der psychiatrischee Klinik den verschiedenen Konfessionen dem katholischen, evangelischen und altkatholischen Gottesdienst.
Liebfrauenkirche Die Liebfrauenkirche
Ein Kleinod der Hochgotik ist die Liebfrauenkirche am Elbbachufer. Der Pfarrer Jakob von Treysa, aus einer vermögenden Fritzlarer Familie stammend, ließ 1379 auf eigenem Grund die Kirche errichten, in der ein Gnadenbild der Mutter Gottes verehrt wurde, das viele Pilger anzog. Daran erinnert die Marieglocke aus dem Jahr 1451, gegossen vom Meister Tilmann von Hachenburg. 1440 wurde die Kirche durch die Grafen von Nassau und Katzenelnbogen vergrößert  Die Kirche besaß acht Altäre, an denen bis zu acht Priestern Dienst versahen. Sie unterhielten auch eine Lateinschule und bildeten eine Bruderschaft. Die reiche gotische Ausstattung der Kirche ging in den Wirren der Reformationszeit verloren. 1637 wurde die Liebfrauenkirche zur Pfarrkirche Die heutige Ausstattung stammt aus dem siebzehnten Jahrhundert, so die beiden Seitenaltäre und dem achtzehnten Jahrhundert, so der Hochaltar und die Kanzel. Beides sind Meisterwerke des Hadamarer Barock Die Apostel Petrus und Paulus und die Relieffiguren der Evangelisten an der Kanzel sind von Martin Volck. Viele kunstvolle Epitaphe  bezeugen, dass die Liebfrauenkirche bevorzugte Grabstätte vornehmer Hadamarer Bürger war. In der Krypta unter dem erhöhten Chorraum waren lange Zeit die Mitglieder der Fürstenfamilie bestattet, bis sie in die Familiengruft unter der Ägidienkirche überführt wurden. Nachdem 1818 die Johannes-Nepomuk-Kirche zur Pfarrkirche wurde, erhielt die Liebfrauenkirche wegen der dort Requien die dort gefeiert wurden und der Nähe des Friedhofs den Beinamen „Totenkirche“. Im Jahr 2009 konnte dank günstiger Umstände eine Orgel aus einem englischen College, eine Nelson-Orgel aus der Zeit um 1890 eingebaut werden, die mit ihren 20 Registern ein schönes Beispiel der Orgelromantik darstellt.
Herzenberg-Kapelle Die Herzenbergkapelle
Von dem Berg über der Stadt Hadamar grüßt eine Wallfahrtskapelle weit ins Land. Die Jesuiten hatten für die Schüler ihres Gymnasiums auf dem damaligen Hirschberg einen Spielplatz eingerichtet. Pater Musset brachte von Luxemburg die Tradition der Verehrung der Mutter Gottes als „Trösterin der Betrübten mit und regte den Bau einer Kapelle an. 1675 wurden mit Genehmigung von Fürst Moritz Heinrich die Fundamente gelegt und ein Gnadenbild aus Koblenz übertragen. Als Festtag wurde der 15. August festgelegt. Wegen des großen Andrangs der Gläubigen wurde im Auftrag von Fürst Franz Bernhard die Kapelle 1690 erweitert. Den Hochaltar ziert das Gnadenbild, flankiert von den Namenspatronen des Fürsten, die heiligen Franz Xaver und Bernhard von Clairvaux. Vier Fürsten ließen nach dem Vorbild von Altötting ihr Herz in der Kapelle bestatten wie die vier herzförmigen Marmorepitaphe bezeugen. Seit dieser Zeit nannte man die Kapelle Herzenbergkapelle und den Berg Herzenberg. Seit einem Gelöbnis nach dem Ende des II: Weltkriegs findet jedes Jahr am 15. August eine Prozession und ein feierlicher Festtag auf dem Herzenberg statt. Von Mai bis Ende September ist Wallfahrtszeit.
Hoheholz-Kapelle Die Hoheholzkapelle
Fürst Franz Alexander ließ 1699, die der heiligsten Dreifaltigkeit geweihte Kapelle an der Stelle errichten, wo schon seit vielen Jahren die vierte Station der Fronleichnamsprozession gehalten wurde. Der schlichte, quadratische, an den Ecken abgeschrägte Bau mit seinem geschwungenen Dach enthält einen einfachen Barocken Altar mit einer bekleideten Mutter Gottes mit Kind und ein en Gnadenstuhl der hl. Dreifaltigkeit aus der Zeit um 1920. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 kam bei der Verfolgung der Franzosen die Schlesische Armee unter Feldmarschall Blücher durch die Gegend und bezog in Hadamar Quartier. Hunerte von Soldaten, die an Typhus und einem tödlichen Fieber litten, sind hier gestorben und wurden im Winter 1813/14 nahe der Hoheholzkapelle in Massengräbern beerdigt. Daran erinnert ein Kreuz an der Wegkreuzung nahe der Kapelle.  Im 18. Jahrhundert war an die Kapelle eine Einsiedelei angebaut worden, in der ein Eremit lebte. Der letzte Erremit war Elisäus Fuckert aus Mainz. Nach seinem Tod wurde die Einsiedelei abgebrochen. Jedes Jahr am Dreifaltigkeitssonntag führen Prozessionen von Hadamar und Niederhadamar zur Hoheholzkapelle.
Anna-Kapelle Die Annakapelle
Im Jahr 1678 übernahmen die zwei Schwestern Maria Elisabeth und Katharina Margaretha Tonsor von  der Lehrerin Anna Schmidt eine Mädchenschule. Sie erweiterten ihr Haus 1690 um eine Kapelle. 1704 wurden die Schwestern, zu denen sich noch Maria Katharina zugesellt hatten in den Orden der Dominikanerinnen aufgenommen. Weihbischof Peter Verhorst von Trier weihte die Kapelle am 14.6.1706. Lange Zeit war es Aufgabe des Konvents, die Mädchen zu unterrichten und sich um Arme und Hilfsbedürftige zu kümmern. Eine besondere Bedeutung gewann die Klosterfrau Anna Magdalena Lorger, die lange Zeit die Stigmata – Wundmale Jesu trug. Sie starb am 8.2.1806 und wurde in der Annakapelle bestattet. Nach der Säkularisierung, welche die Aufhebung des Klosters mit sich brachte, ersteigerte Franz Gensler das Kloster und errichtete eine Stiftung mit dem Ziel, sechs armen und alten Frauen Herberge zu bieten. Das Haus wurde 1835 in eine Altersheim verwandelt. Ordensfrauen gaben dem Haus immer wieder ihr geistliches Gepräge. Die Armen Dienstmägde Jesu wirkten bis die Nationalsozialisten das Haus beschlagnahmten. Nach 1945 wurde das Haus zum Krankenhaus. Die Pallottinerinnen wirkten Großes in der Krankenpflege. Die Annakapelle besaß einen Barocken Altar, der leider nicht erhalten blieb. Heute ist die Annakapelle geistlicher Mittelpunkt des Gesundheitszentrums St. Anna und dient den Pflegebedürftigen und Patienten zur Andacht. Die Pfarrgemeinde bietet einmal in der Woche eine Zeit der eucharistischen Anbetung und eine Eucharistiefeier an.
Kapelle in Faulbach Die Faulbacher Dorfkapelle
Faulbach, das Dorf, dessen Mittelpunkt ein großer Hof der jeweiligen Landesherren bildete, hatte mindestens seit dem 15. Jahrhundert eine eigene Kapelle. Das vermutlich baufällig gewordene kleine Gotteshaus wurde im 19. Jahrhundert durch einen Neubau ersetzt und am 12.4.1869 eingeweiht. Von der ursprünglichen Ausstattung hat sich nichts erhalten. In den  neunzehnhundertachtziger Jahren wurde unter Pfarrer Dr. Franz Schott von der Malerin Beate Heinen von Maria Laach ein Triptychon geschaffen, dass die Geschichte des heiligen Martin erzählt. Links und rechts wird die Mantelteilung und die nächtliche Vision des Heiligen, dem Christus mit seinem Mantelteil erscheint, dargestellt. In der Mitte erkennt man den triumphierenden Christus am Kreuz, der den Mantel von St. Martin als Umhang trägt. Jeden Monat findet eine werktägliche Messfeier in der Kapelle statt.