Katholische Pfarrgemeinde

St. Johannes Nepomuk

in Hadamar


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Im  16. Jahrhundert erfasste die Bewegung der Reformation auch das Städtchen Hadamar. Pfarrer Gerhard Lorich predigte schon 1523 von Luthers Wirken. Da die Landesfürsten die lutherische Lehre annahmen, kann man davon ausgehen, dass 1535 die Landesherren Graf Ludwig von Stolberg und Graf Wilhelm von Nassau-Dillenburg die lutherische Kirchenordnung einführten. Seit 1572 setzte Johann der Ältere von Nassau-Dillenburg die reformierte Religion nach Calvin durch. Alle Kirchen wurden jeglichen Schmuckes entkleidet.

Graf Johann Ludwig,
der 1590 geboren wurde, war theologisch interessiert und entschloss sich nach einer Reise in diplomatischer Mission nach Wien, wo er von den dortigen Jesuiten davon überzeugt wurde, am 8. September 1629 die katholische Konfession anzunehmen. In der Folge wurde das Hadamarer Land 1631 wieder katholisch. Da keine Weltgeistlichen zur Verfügung standen, bat Johann Ludwig die Jesuiten, nach Hadamar. Da sie sich zeitweise in den Wirren des dreißigjährigen Kriegs zurückzogen, trafen 1632 drei Augustinerchorherren ein.  Auch die Franziskaner siedelten sich von neuem in Hadamar an. 1637 ließen sich die Jesuiten dauerhaft in Hadamar nieder und stellten die Hadamarer Pfarrgeistlichen bis zu Auflösung des Jesuitenordens 1772.

Der Titel der Pfarrkirche
wurde 1818 von der Liebfrauenkirche auf die ehemalige Jesuitenkirche St. Johannes Nepomuk übertragen. Nach Gründung des Bistums Limburg  1827 wurde Hadamar in das neugegründete Bistum eingegliedert. Hadamar behielt eine Mittelpunktfunktion als Sitz eines Landdekanates.

Die Wallfahrt zur Mutter Gottes auf dem Herzenberg
zieht bis heute viele Pilger an.

1965 wurde im Bistum Limburg durch Bischof Wilhelm Kempf die Errichtung der Synodalordnung beschlossen. 1968 wurden die ersten Wahlen zum Pfarrgemeinderat durchgeführt. Seitdem gilt die Synodalordnung auf Ebene der Pfarrei, des Bezirks und des Bistums. Das Dekanat Hadamar wurde im Zug kirchlicher Strukturreformen 1969 dem katholischen Kirchenbezirk Limburg zugeordnet.

Dem zunehmenden Priestermangel
ist es geschuldet, dass im Jahr zweitausend mehrere Pfarreien in „Pastoralen Räumen“ zusammengefasst wurden. In Hadamar hieß das, dass alle Pfarreien des Stadtgebietes, Hadamar, Niederhadamar, Niederzeuzheim, Oberzeuzheim, Steinbach und Oberweyer sowie die Pfarrei Ahlbach, die kommunal zu Limburg gehört, dem Pastoralen Raum eingegliedert wurden, dessen priesterlicher Leiter der Pfarrer von Hadamar ist.

Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk in Hadamar

Geschichte der Pfarrei

Der frühe kirchliche Mittelpunkt der Region war das spätere Archidiakonat Dietkirchen, das zur Erzdiözese Trier gehörte. Bis zur Reformationszeit gehörte Hadamar zum Dekanat Dietkirchen. Schon vor 1190 ist davon auszugehen, dass auf dem heutigen Mönchsberg ein kleines Dorf namens Hadamar neben der Burg der Herren von Leiningen angesiedelt war. Es verfügte über eine Kapelle, die dem Heiligen Ägidius geweiht war und stand unter Betreuung der Mönche von Kloster Eberbach. Es gab einen Priester, der dort Dienst versah. Der Ort war aber dem Kirchspiel und dem Pfarrer von Niederzeuzheim unterstellt.

Im Jahr 1231
kam es zu einem Streit zwischen dem Pfarrer von Niederzeuzheim und den Mönchen, denen in der Folge dann die Hadamarer Kapelle mit ihren Gütern zugesprochen wurde. 1320 wurde die Kapelle samt dem Hofgut vom Kloster Eberbach an den Grafen Emich von Nassau verkauft. Die Hadamarer Kirche wurde von der Pfarrei Niederzeuzheim abgetrennt und unterstand danach den Landesherren von Hadamar, die das Recht beanspruchten, die Pfarrstelle zu besetzen.

Zweifelsfrei steht fest, dass in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts die Ägidienkirche zur Pfarrkirche wurde, was sie 350 Jahre blieb. 1637 wurde der Titel an die Liebfrauenkirche am Elbbach übertragen.